Jahrtausendealtes Symbol von Conversano
Aragonische Burg
Das befestigte Herz der Stadt, mit normannischen Türmen, herrschaftlichen Sälen und Kunstwerken, die in seinen Mauern bewahrt werden.
Im Herzen von Conversano erhebt sich das Aragonische Schloss, eine historische normannische Festung und das unbestrittene Symbol der Stadt. Mit seinen Türmen, den mit Fresken verzierten Sälen und Kunstsammlungen erzählt es Jahrhunderte von Geschichte, Macht und Schönheit in einem einzigen majestätischen Architekturkomplex.

Normannischer Ursprung zwischen Steinen und Erinnerung
Die Ursprünge der Burg reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, um 1054, als sie von den Normannen als Militärfestung erbaut wurde. Ihre dominante Lage ist kein Zufall: Die gesamte Anlage wurde auf den alten megalithischen Mauern der antiken Norba, einer prärömischen Stadt aus dem 6.–4. Jahrhundert v. Chr., errichtet. Noch heute kann man diese zyklopischen Blöcke am Fuß des Hauptturms bewundern, der einzigen erhaltenen normannischen Turm, etwa 25 Meter hoch und aus regelmäßigen Kalksteinblöcken gebaut.
Architektur und Türme: Die Verteidigungsburg, die zur adligen Residenz wurde
Das Aragonische Schloss hat einen trapezförmigen Grundriss, mit den vier Ecken in Richtung der Himmelsrichtungen, jede besetzt mit einem Turm mit einzigartigen Merkmalen.
🔹 Hauptturm
Errichtet vom ersten normannischen Grafen von Conversano, Goffredo Altavilla, ist sie das ursprüngliche Verteidigungszentrum der Burg. Massiv und streng verkörpert sie die direkte Verbindung zur normannischen Epoche.

🔹 Turm mit gotischem Aussichtspunkt
An der gegenüberliegenden Ecke des Hauptturms gelegen, verfügt sie über elegante Spitzbogenfenster und eine beeindruckende Panoramaterrasse mit Bögen: ein seltenes Beispiel für den Übergang vom Militärischen zum Raffinierten.

🔹 Zylindrischer Turm
Im 15. Jahrhundert von Giulio Antonio Acquaviva erbaut, ersetzte sie einen quadratischen Turm. Mit ihrer runden Form und den oberen Zinnen ist sie eines der bekanntesten Symbole von Conversano. Sie wurde auch in späterer Zeit restauriert, was den stets hohen architektonischen Wert unterstreicht.

🔹 Polygonaler Turm
Errichtet auf Initiative von Andrea Matteo Acquaviva, Sohn von Giulio Antonio, verfügt sie über eine „Batter“-Struktur mit geneigten Mauern, die dem Beschuss durch Artillerie standhalten sollen. Sie ist mit schmalen Schießscharten und Zinnen für den Kanoneneinsatz ausgestattet. Einst von einem Verteidigungsgraben umgeben, ist sie heute teilweise eingegraben.
Monumentaler Eingang
Der aktuelle Eingang des Aragonischen Schlosses befindet sich auf der Südwestseite des Gebäudes und ist heute eines der eindrucksvollsten Elemente des gesamten Komplexes. Dieser Zugang, nach der ursprünglichen Gründung angelegt, ersetzt die alte Zugbrücke, die einst den Übertritt über den Verteidigungsgraben ermöglichte, der heute nicht mehr sichtbar ist, da er zugeschüttet wurde.
Die adlige Transformation: Die Acquaviva d’Aragona
Im 15. Jahrhundert hörte die Burg allmählich auf, nur eine militärische Festung zu sein, und wurde zur adligen Residenz der mächtigen Familie Acquaviva d’Aragona. Sie waren es, die das Gebäude in eine elegante Renaissance-Residenz verwandelten, die Räume erweiterten, sie mit freskierten Sälen und repräsentativen Räumen schmückten und dennoch einige Verteidigungselemente beibehielten.

Kultur, Kunst und Ausstellungen: Die Burg heute
Heute ist das Aragonische Schloss ein lebendiges Kultur- und Museumszentrum, das bedeutende Dauerausstellungen und Wechselausstellungen beherbergt. Im Inneren befinden sich:
- Die Kommunale Kunstgalerie
Im Inneren befindet sich der berühmte Malzyklus des 17. Jahrhunderts von "La Gerusalemme Liberata" von Paolo Finoglio, Hofmaler des Guercio von Apulien. Die großen Leinwände zeigen epische Szenen aus Torquato Tassos Gedicht und heben ritterliche und spirituelle Tugenden hervor. - Die Francesco Netti Kunstgalerie
Gewidmet dem Künstler des 19. Jahrhunderts aus Santeramo in Colle, bietet sie Einblicke in die apulische Malerei zwischen Realismus und Romantik. - Temporäre Ausstellungsräume
Die Burg beherbergt häufig nationale und internationale Ausstellungen und trägt dazu bei, Conversano auch in der zeitgenössischen Kunstszene zu einem dynamischen und lebendigen Zentrum zu machen.

📍 Besuch und nützliche Informationen
Das Aragonische Schloss ist das ganze Jahr über zugänglich. Der Eingang erfolgt über den monumentalen Südwestbereich und umfasst den Innenhof, die Museumsräume, die Türme und die Ausstellungsflächen.
Per orari, visite guidate e biglietti:
📞 contatta l’Info Point: +39 080 495 6517
Perché visitarlo
Das Aragonische Schloss von Conversano ist weit mehr als ein Denkmal: Es ist ein Ort, an dem Geschichte bei jedem Schritt spürbar ist. Seine Türme erzählen Geschichten aus verschiedenen Epochen, von den normannischen Ursprüngen bis zur Renaissance, während die Innenräume Meisterwerke der Kunst wie den Malzyklus von Paolo Finoglio beherbergen.
Beim Spaziergang durch die Innenhöfe, Terrassen und Museumsräume entdeckt man das edle und kulturelle Gesicht der Stadt, in einer stimmungsvollen Atmosphäre, die Kraft, Eleganz und Erinnerung vereint.
Es ist ein unverzichtbarer Halt für alle, die Conversano wirklich kennenlernen möchten, durch einen Weg, der Architektur, Kunst und Landschaft zu einem einzigen, faszinierenden Erlebnis vereint.
Lassen Sie sich von einer der faszinierendsten Festungen Apuliens verzaubern.